TCBF erkämpft sich Unentschieden

TCBF erkämpft sich Unentschieden

TCBF kehrt mit einem 3:3 nach Bruckmühl zurück

Nach dem Sieg gegen Aachen am vergangenen Freitag ging es für den TCBF zum Tabellenletzten nach Neuss. In einem kuriosen und kampfbetonten Spiel hieß es am Ende 3:3 Unentschieden. Zwar wäre ein Sieg im Abstiegskampf besser gewesen, aber die Chancen sind noch durchaus realistisch.

Fast mit derselben Besetzung wie beim Heimspiel am Freitag reiste der TCBF nach Neuss bei Düsseldorf. Lediglich Damir Dzumhur konnte die Reise nicht mitmachen, da er für sein Land bei den Olympischen Spielen in Rio aufschlagen wird. Als leichter Favorit reiste man zum Auswärtsspiel, doch die Neusser wollten ihre letzte Chance nutzen.

In der ersten Einzelrunde traf TCBFs Roberto Carballes-Baena auf Filippo Volandri und Frederico Silva auf Tom Schönenberg. Der Spanier spielte gewohnt souverän und holte einen ungefährdeten 6:4 und 6:2 Sieg. Mit 6:1 verlieft der erste Satz bei Silva ebenfalls deutlich. Doch von da spielte Schönenberg „alles oder nichts“ und traf alles. Er holte sich sich Satz 2 mit 6:3. Auch im Match-Tie-Break ging der Lauf von Schönenberg weiter. Am Ende hieß es 10:2 für Neuss und 1:1 nach der ersten Einzelrunde.

Im Spitzeneinzel hatte es TCBFs Pablo Carreno-Busta mit Adrian Ungur zu tun. Auf dem Papier eine scheinbar klare Angelegenheit, doch es hat sich mal wieder gezeigt, wie groß die Leistungsdichte im Herrentennis ist. Der Spanier gewann zwar den ersten Satz mit 6:4, doch im zweiten musste er in den Tie-Break. Dort führte er schon mit 4:2, ehe Ungur ein ums andere Mal wie vom anderen Stern spielte und sich diesen Satz noch holte. Beim Stand von 2:5 im dritten Satz musste das Match aufgrund von Regen unterbrochen werden.

Zeitlich traf TCBFs Mohamed Safwat auf den ehemaligen TCBF-Spieler Jeremy Jahn. In einem unglaublich spannenden ersten Satz setzte sich die Nervenstärke von Safwat durch, sodass Satz 1 an den TCBF ging. Beim Stand von 0:1 im zweiten Satz musste das Spiel ebenfalls wegen Regen unterbrochen werden. Von da an stand der Oberschiedsrichter im Rampenlicht. Seine Entscheidungen bzgl. Bespielbarkeit der Plätze sorgten mehrmals für ungläubiges Staunen.

In der Fortsetzung der Einzelpartien musste Safwat als erster ran, während die Verantwortlichen aus Neuss noch versuchten, einen zweiten Platz bespielbar zu machen. Jahn hatte den besseren Start und zog schnell auf 4:0 davon. Doch Safwat wurde von David Bergbauer, der bei ihm auf der Bank saß, immer wieder angetrieben und positiv bestärkt. Die beiden schienen ein gutes Team zu sein, denn auch wenn der zweite Satz mit 6:2 an Jahn ging, war Safwat im Macht-Tie-Break wieder voll da und holte sich diesen nach einer sensationellen Leistung mit 10:3. Somit hieß es 2:1 für den TCBF. Nun fand auch das Spitzenspiel seine Fortsetzung. Doch Ungur war an diesem Tag zu stark für Carreno-Busta. Der TCBFler musste sich seinem Gegner mit 5:10 geschlagen geben.

Mit einem 2:2 ging es in die Doppel. Der TCBF setzte auf sein spanisches Duo Carreno-Busta / Carballes-Baena sowie auf die Paarung Safwat / Kowalczyk. Doch im Spitzendoppel gab es für den TCBF nichts zu holen. Gegen Ungur / Volandri hieß es am Ende 4:6 und 0:6. In beiden Sätzen ging eigentlich jedes Spiel über Einstand, doch am Ende hatten meist die beiden Neusser das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Nun hieß es zittern. Obwohl sich zu diesem Zeitpunkt Safwat und Kowalczyk den ersten Satz mit 7:6 geholt hatten, mussten sie auch in Satz 2 in die Verlängerung. Doch sie zeigten erneut Nervenstärke und spielten unglaublich groß auf, sodass man sich auch diesen Tie-Break sichern konnte. Somit stand das Endergebnis von 3:3 fest.

Neuss dürfte somit als erster Absteiger feststehen. Aber der TCBF hat die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Mit einem Sieg aus den letzten beiden Spielen kann es zum Klassenerhalt reichen, sollte Blau-Weiß Aachen beide Spiele verlieren. Doch auch Köln ist noch nicht gesichert. Es bleibt also weiterhin spannend.

Die letzten beiden Heimspiele bestreitet der TCBF auf der heimischen Anlage in Bruckmühl. Weiter geht’s am Sonntag gegen den Rochusclub Düsseldorf. Der TCBF freut sich auf alle Zuschauer der Region, die das Team wieder zum Heimsieg tragen sollen.

Foto: mk-sportphoto