Heimspiel-Wochenende in Bruckmühl

TC Bruckmühl-Feldkirchen gegen Dresden-Blasewitz und Waldau Stuttgart

Zwei tolle Tennisfeste erwartet die Fans noch einmal am heutigen Freitag und am Sonntag beim Heimspiel-Wochenende auf der Tennisanlage des SV Bruckmühl. Die Männer des TC Bruckmühl-Feldkirchen wollen gegen Dresden-Blasewitz und Waldau Stuttgart ihre Tabellenführung festigen.

Wenn heute Nachmittag um 13 Uhr der TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz nach Bruckmühl kommt, werden bei Teamchef Bernhard Gleissner und Teammanager Ralf Roffmann alte Erinnerungen wach. Ziemlich genau fünf Jahre ist es dann her, als die beiden dem Team – damals noch des TC Bruckmühl-Westerham in der Regionalliga Süd-Ost – nach Leipzig und Dresden nachgereist waren. Bei Dresden-Blasewitz gab es damals eine knappe 4:5-Niederlage, aber es sollte der Startschuss sein, für die Zusammenarbeit eines mittlerweile tollen Teams rund um die 1. Herren des TCBF. Auf der Terrasse des edlen Clubhauses in Dresden fassten Gleissner und Roffmann damals den Entschluss, dass man Sportwart Horst Nadjafi – unterstützen wolle. Spitzentennis auf höchstem Niveau präsentieren in einem kleinen Verein! Warum sollte das nicht auch im Mangfalltal funktionieren?

Gleissner_Eitzinger

Teamchef Bernhard Gleissner beim Coachen von Rainer Eitzinger

Auch wenn man mittlerweile nach einem Jahr Erstligazugehörigkeit 2013 wieder in der zweiten Liga spielt, scheint für das Team um die 1. Herren aktuell ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte erreicht. Die Mannschaft, die Gleissner zusammengestellt hat, fühlt sich spürbar pudelwohl im Verein, weil jedes Detail perfekt organisiert ist. Die Stimmung springt auf den ganzen Verein über. Bei den Heimspielen in Bruckmühl engagierten sich zuletzt mehr freiwillige Helfer, als von den Organisatoren eingeplant. Beim Auswärtsspiel bei Iphitos München waren am Ende die Fans des TC Bruckmühl-Feldkirchen deutlich lauter als die des Traditionsclubs. Und ein Interview mit Nachwuchsspieler Florian Haslbeck auf der Facebookseite des Vereins erreichte bis jetzt mehrere Tausend Personen. Dazu kommt der sportliche Erfolg. Nach dem letzten Wochenende ist man nun als einzige Mannschaft ungeschlagen und führt souverän die Tabelle an.

Nikoloz Basilashvili

Nikoloz Basilashvili: Seit dieser Woche erstmals Top100

Aber vor allem heute gegen Dresden ist noch einmal eine richtig harte Nuss zu knacken. Die Sachsen stehen mit 6:4 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Am letzten Spieltag gegen Reutlingen boten sie ein Team auf, das selbst für den TCBF in optimaler Besetzung eine schwere Aufgabe wäre. Selbst die ehemalige Nr. 1 der Bruckmühler Dusan Lojda fand sich da nur auf Position 3 der Dresdner auf dem Spielberichtsbogen. Ganz so stark wird Dresden am Bachwiesenweg nicht erwartet, auch wenn Dusan Lojda vermutlich gegen seine alten Kollegen mit dabei sein wird. Trotz Verletzungssorgen wird beim TCBF wieder ein starkes Team aufgeboten. So wird u.a. anderem Nikoloz Basilashvili wieder mit dabei sein. Der Georgier gewann letzte Woche das Challenger-Turnier in Scheveningen und schaffte damit erstmals den Sprung in die Top100. Rainer Eitzinger, Nico Reissig und Blazej Koniusz gelten sowieso als gesetzt im Team. Und der Franzose Julien Obry ist schon jetzt nicht mehr wegzudenken, macht er doch auch außerhalb des Platzes – ob beim Minigolf oder Tischtennis – eine gute Figur. Dazu könnten sich noch die beiden Doppel-Spezialisten Mateusz Kowalczyk und Dino Marcan gesellen, nachdem Marcan bei seinem ersten Auftritt am Sonntag gegen Iphitos auch im Einzel überzeugt hat.

Ob einer der beiden leicht angeschlagenen Top-Spieler Damir Dzumhur oder Frederico Silva ggf. noch für den Sonntag gegen Stuttgart anreisen wird, war bis heute noch offen. Denn auch den bislang sieglosen TEC Waldau Stuttgart nimmt man sehr ernst. Die Schwaben haben bislang das Potenzial ihrer Meldeliste nicht ausgeschöpft und werden sich sicherlich noch einmal mit aller Kraft gegen den drohenden Abstieg stemmen. Nach Pressemitteilungen aus Stuttgart freut man sich zwar auf einen schönen Ausflug ins reizvolle Voralpenland, aber recht viel mehr Freude als die an der Natur will man den Stuttgartern am Sonntag auch nicht gönnen.

Von der Mannschaft, die 2010 in Dresden antrat, ist übrigens Blazej Koniusz immer noch dabei. Und der Pole musste damals eine knappe Niederlage einstecken, die ihn bis heute noch schmerzt, auch wenn er mittlerweile Revanche nehmen konnte. Mit einem Sieg gegen Dresden wäre aber nicht nur für Koniusz ein weiterer Höhepunkt erreicht.

 

wp

Bild: Tom Fischer